Elbe: Renaturierte Auen schützen vor Überschwemmungen

Elbtalauen bei Lenzen, neuer Damm im Bau

Elbtalauen bei Lenzen, links der neue Damm im Bau – Foto: Jochen Purps

Das erste große Hochwasser ist überstanden: In den Elbtalauen bei Lenzen in Brandenburg (Karte) wurde in einem großen Naturschutzprojekt der Damm der Elbe auf einer Länge von über 7 km zurückverlegt – bis zu 1,3 km von der Elbe weg. So konnten 420 Hektar renaturierter Aulandschaft geschaffen werden, vor allem Auwald, aber auch Weiden für Wildpferde und einige Wiesen. Einige wenige Waldreste waren in der früheren Weidelandschaft noch vorhanden, viele Flächen wurden der Sukzession überlassen, und dazwischen wurden auf ca. 100 Hektar Initialpflanzungen von Hart- und Weichholzauen angelegt.
Diese „Deichrückverlegung“ ist die größte in Deutschland, sie wurde 2009 fertiggestellt. Das große Hochwasser  Anfang Juni war nun der erste große Härtetest, und die Anlage hat sich bestens bewährt: Im neuen Auffangraum wurden 16 Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten, und so das Umland vor Schäden verschont.

Geplant wurde das Projekt vom Institut für Geographie und Geoökologie, Bereich WWF-Auen-Institut, am Karlsruher Institut für Technologie. Mehr Informationen gibt es auch  auf der eigenen Website des Projekts:  Naturschutzgroßprojekt Lenzener Elbtalaue.

Es ist ein gutes Beispiel, wie die Interessen von Naturschutz, Sicherheit und Freizeitnutzung vereinbart werden können – auch bei uns könnten neue Auen die intelligenteste und schönste Form des Hochwasserschutzes sein.

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