Bierbrauer für Auwald-Verbesserung

Auwald an de rHohen Garbe - Bild:b und.net

Auen an der Hohen Garbe –
Bild: bund.net

Die deutsche Krombacher Brauerei hat 500.000 € für die Renaturierung des Augebiets „Hohe Garbe“ an der Elbe gestiftet. Dort soll in Zusammenarbeit mit dem BUND eine wertvolle Hartholzau in einer Flussschlinge reaktiviert werden, indem der Damm, der den Wald abtrennt, wieder rückgebaut wird (zur Karte).

Bei diesen Temperaturen wäre Biertrinken sicher für viele eine angenehme Form, sich für den Naturschutz einzusetzen … solche Initiativen sollte man unterstützen!

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Natur ist der beste Hochwasserschutz

Meinung zum HochwasserschutzHier haben wir das ja schon oft gesagt: Renaturierung, Retention und Platz für Gewässer sind die besten Maßnahmen zum Hochwasserschutz. Auch eine überwältigende Mehrheit der Deutschen stimmt dem mittlerweile zu: Dies ergibt eine neue Studie zum Naturbewusstsein der Deutschen, die das Bundesamt für Naturschutz kürzlich veröffentlichte.

„Flüsse und Bäche naturnah zu gestalten“, ist die Maßnahme mit der größten Zustimmung, die finden 93 %  der Befragten “sehr wichtig” oder “eher wichtig”, für 90 % mehr Überschwemmungsflächen und Auen zu schaffen. 

Beispiel Ahrauen begeistert!

Die Ahrauen im Ahrtal in Südtirol begeistern in vielerlei Hinsicht:

Erst kürzlich feierte die Doku „Auenlandschaften in Südtirol – die Ahrauen und ihre Artenvielfalt“ in Bruneck Premiere mit 4 ausverkauften Vorstellungen (siehe Artikel auf Südtirol online). Initiiert wurde der Dokumentarfilm vom Verein Naturtreff Eisvogel.

Biotop Ahrauen in Südtirol (Foto: Abt. Natur und Landschaft, Land Südtirol)

Biotop Ahrauen in Südtirol (Foto: Abt. Natur und Landschaft, Land Südtirol)

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Zeitgemäßer Hochwasserschutz in Südtirol

Kurzmitteilung

Die bisher größte Revitalisierungsmaßnahme in Südtirol ist die Revitalisierung des Mareiter Baches bei Sterzing. Die Maßnahmen wurden auf einer Länge von 900 m umgesetzt und gaben dem stark verbauten Bach zumindest in diesem Abschnitt wieder seinen Platz und damit seine Lebensadern zurück.

Der verbaute und eingeengte Mareiter Bach  2005 (vor der Revitalisierung) und der aufgeweitete, mäadrierende Mareiterbach 2010 (nach der Revitalisierung)

Der verbaute und eingeengte Mareiter Bach 2005 (vor der Revitalisierung) und der aufgeweitete, mäadrierende Mareiterbach 2010 (nach der Revitalisierung)


Diese Gewässerrevitalisierung vereint Hochwasserschutz mit Ökologie: die nunmalige Rückgewinnung von ehemaligen abgetrennten Fluss- und Auenflächen bewirkt die Erfüllung der Funktion als Retentionsraum bei Hochwasser und als Lebensraum für eine Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten!
Revitalisierter Mareiter Bach bei Stange

Revitalisierter Mareiter Bach bei Stange


Realisiert wurde das Projekt von der Abteilung Wasserschutzbauten des Landes Südtirol auf Flächen des öffentlichen Wasserguts. Die Projektskosten liegen bei ca. 2,8 Mio. Euro.

Elbe: Renaturierte Auen schützen vor Überschwemmungen

Elbtalauen bei Lenzen, neuer Damm im Bau

Elbtalauen bei Lenzen, links der neue Damm im Bau – Foto: Jochen Purps

Das erste große Hochwasser ist überstanden: In den Elbtalauen bei Lenzen in Brandenburg (Karte) wurde in einem großen Naturschutzprojekt der Damm der Elbe auf einer Länge von über 7 km zurückverlegt – bis zu 1,3 km von der Elbe weg. So konnten 420 Hektar renaturierter Aulandschaft geschaffen werden, vor allem Auwald, aber auch Weiden für Wildpferde und einige Wiesen. Weiterlesen

Auenschutz ist Klima-, Hochwasser- und Naturschutz

P1000116Das deutsche Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat eine neue Studie vorgestellt, die sich mit dem gesellschaftlichen Nutzen von Flussauen befasst.
In der Presseaussendung dazu stellt das BfN fest, dass Deutschlands Flussauen nicht nur als attraktive Landschaften und Hotspots der biologischen Vielfalt wichtig sind, sondern auch andere große Nutzen für die Gesellschaft erbringen: Weiterlesen

Rhesi – Die große Chance

Alpenrhein heute (links) und vielleicht nach Rhesi morgen (rechts)
Bilder: http://www.lebendigerrhein.org

Basierend auf dem Entwicklungskonzept Alpenrhein aus dem Jahr 2005 wurde 2011 mit den Planungen für den hochwassersicheren Ausbau des Alpenrheins begonnen. Das Projekt mit einer Länge von 26 km grenzübergreifend zwischen Schweiz und Österreich wird mit Rhesi abgekürzt – für „Rhein Erholung Sicherheit“.

Derzeit werden verschiedene Varianten geprüft, von Dammerhöhung bis zur völligen Aufweitung des Gerinnes – grundsätzlich aber immer innerhalb der bestehenden Außendämme. An einigen Stellen wären zusätzliche Aufweitungen möglich, z.B. Dammabrückung bei der Frutzmündung. Weiterlesen

Neuer Kartendienst „Flussauen in Deutschland“

Das deutsche Bundesamt für Naturschutz hat heute einen neuen Kartendienst mit Informationen über  Flussauen vorgestellt, dazu werden unter dem Punkt „Gewässer- und Auenentwicklung“ interessante Renaturierungsprojekte beschrieben.
Die Umsetzung der Karten ist nicht so hübsch wie unser VOGIS, aber die Inhalte sind sehr spannend.
Hier die Presseaussendung des BfN:
Bonn, 09. Juli 2012: Rund zehn Prozent der Fläche Deutschlands sind Bach- und Flussauen. Wo Auen vorkommen, wie groß sie sind, wie sie geschützt und genutzt werden, zeigt jetzt der neue Kartendienst Weiterlesen

Ganz viel Auwald

Das werden wir im Ländle nie erreichen: Das rumänische Donaudelta ist ca. 5000 km2 groß, mit Wasserflächen, Schilf, Sanddünen und eben ganz viel Auwald.
Eine Reise mit einem Flussschiff durchs Delta ist für Naturfreunde sehr empfehlenswert, entspannend und lehrreich. Hier ein Bericht von der wunderschönen Exkursion im Mai 2012