Zeitgemäßer Hochwasserschutz in Südtirol

Kurzmitteilung

Die bisher größte Revitalisierungsmaßnahme in Südtirol ist die Revitalisierung des Mareiter Baches bei Sterzing. Die Maßnahmen wurden auf einer Länge von 900 m umgesetzt und gaben dem stark verbauten Bach zumindest in diesem Abschnitt wieder seinen Platz und damit seine Lebensadern zurück.

Der verbaute und eingeengte Mareiter Bach  2005 (vor der Revitalisierung) und der aufgeweitete, mäadrierende Mareiterbach 2010 (nach der Revitalisierung)

Der verbaute und eingeengte Mareiter Bach 2005 (vor der Revitalisierung) und der aufgeweitete, mäadrierende Mareiterbach 2010 (nach der Revitalisierung)


Diese Gewässerrevitalisierung vereint Hochwasserschutz mit Ökologie: die nunmalige Rückgewinnung von ehemaligen abgetrennten Fluss- und Auenflächen bewirkt die Erfüllung der Funktion als Retentionsraum bei Hochwasser und als Lebensraum für eine Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten!
Revitalisierter Mareiter Bach bei Stange

Revitalisierter Mareiter Bach bei Stange


Realisiert wurde das Projekt von der Abteilung Wasserschutzbauten des Landes Südtirol auf Flächen des öffentlichen Wasserguts. Die Projektskosten liegen bei ca. 2,8 Mio. Euro.

Biber und springende Laubfrösche begeistern auch in diesem Jahr!

Auch bei der heurigen Langen Nacht der Museen am Samstag, den 05.10.2013 wurde es der Plattform Auwald wieder ermöglicht sich in der inatura zu präsentieren. Dabei kam kaum ein Besucher am Biber-Präparat vorbei und staunte nicht schlecht über die Größe eines ausgewachsenen Bibers. Nach mehr als 400 Jahren ist der „Baumeister“ wieder in Vorarlberg heimisch und seine Spuren wurden bereits des Öfteren gesichtet.
Neu waren heuer die ersten Fotos vom Biber in Aktion. Geschossen wurden die Fotos am Alten Rhein von einer Wildtierkamera, welche von der Biberbeauftragten des Landes Vorarlberg Mag. Agnes Steininger installiert worden ist.

Kinderhände beim Falten der springenden Laubfrösche bei der Langen Nacht der Museen, Info-Stand der Plattform Auwald.

Kinderhände beim Falten der springenden Laubfrösche bei der Langen Nacht der Museen, Info-Stand der Plattform Auwald.


Von den Kindern hätten sich mehrere den kuscheligen Biber gerne mit nach Hause genommen. Aber damit sie doch was zu Mitnehmen hatten, durften sie sich Tier- und Naturplakate aussuchen und selbst Laubfrösche falten, die zu guter Letzt auch noch springen konnten!

Vom „Erlkönig“ und „neuartigen“ Instrumenten – Exkursion in die Ill-Auen

Bei traumhaft schönem Wetter führte Rochus Schertler die Exkursionsteilnehmer durch Teile der Ill-Auen in Tschagguns und Schruns.
Dabei wurden die Veränderungen, die das Ökosystem der Ill-Auen im Laufe der letzten Jahrzehnte erfahren hat, veranschaulicht: Ill-Verbauungen, Sunk- und Schwall durch den Kraftwerksbetrieb der Illwerke, Freitzeiteinrichtungen wie der Aktiv Park Montafon, Infrastrukturen (Radweg, Brücken), Holznutzung etc.

Ill-Auen bei Tschagguns

Ill-Auen bei Tschagguns

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Wildnis findet Stadt

Exkursionleiter Gerold Ender

Exkursionleiter Gerold Ender

Am 13.7.2013 erkundeten Interessierte zusammen mit Exkursionsleiter Gerold Ender von der Abt. Umweltschutz,Stadt Bregenz, das Natura 2000 Gebiet an der Bregenzerachmündung- eine einzigartige Naturoase in der Stadt! Weiterlesen

„Land unter“ – Auwalddynamik und Vogelvielfalt an der Leiblachmündung

Exkursionsgruppe lauscht dem Vogelgesang.

Exkursionsgruppe lauscht dem Vogelgesang.

Ein Erlebnis der besonderen Art war für mich der Besuch der ornithologischen Exkursion an die Leiblachmündung am Samstag, den 8.6.2013. Dipl. Biol. Anne Puchta führte eine Kleingruppe interessierter Ornithologen und Auwaldfreunde im Namen des Veranstalters BirdLife Vorarlberg (Mitglied der Plattform Auwald) zur Leiblachmündung. Weiterlesen

Fachexkursion in die Frastanzer Au

Am 22. April lud der Vorarlberger Naturschutzrat zu einer Fachexkursion in die Frastanzer Au. Die Exkursion wurde von Mag. Andreas Beiser geleitet. Das Fachpublikum setzte sich aus Vertretern der Abteilungen Umweltschutz, Gewässerschutz, Forstwesen und Raumplanung des Landes Vorarlberg zusammen. Auch die Waldaufseher für Ludesch und Nenzing, deren Waldaufsichtsgebiete Auwaldflächen beeinhalten, waren bei der Exkursion dabei. Interessiert waren auch Vertreter der Jagd, der Gemeinde Frastanz und der Naturschutzanwaltschaft. Weiterlesen

Lianen im Auwald…wie im Urwald

Jetzt in der laublosen Zeit ist mir der üppige Efeubewuchs in unseren Auwäldern des Öfteren aufgefallen. Die Efeuranken sind immergrün und stechen damit vor allem im Winter deutlich ins Auge.

Kontrastreich: die immergrünen Efeuranken heben sich v.a. in der laubfreien Zeit und auch bei Schnee gut ab.Vertrocknende Weichholzauen im Natura 2000 Gebiet Mehrerauer Seeufer - Bregenzerachmündung (Foto: Naturschutzanwaltschaft).

Kontrastreich: die immergrünen Efeuranken heben sich v.a. in der laubfreien Zeit und auch bei Schnee gut ab.Vertrocknende Weichholzauen im Natura 2000 Gebiet Mehrerauer Seeufer – Bregenzerachmündung (Foto: Naturschutzanwaltschaft).

Aus qualifizierter Biologen-Quelle habe ich erfahren, dass man einen solchen üppigen Efeubewuchs wie hier in Vorarlberg sonst in Österreich kaum vorfinden kann. Grund dafür ist die hohe Luftfeuchtigkeit. Weiterlesen

7000 m² für das neue Dienstleistungszentrum in Thüringen

Das Dienstleistungszentrum Blumenegg ist ein Kooperationsprojekt der Gemeinden Thüringen und Ludesch. Es soll beiden Gemeinden als Wertstoffsammelzentrum und als gemeinsam geführter Bauhof dienen. Die Idee an sich ist gut: überörtliche gemeinschaftliche Nutzung. Bei den Fußballplätzen hat es allerdings offensichtlich nicht funktioniert. Aber das war eine andere Geschichte…

Neues Dienstleistungszentrum der Gemeinden Thüringen und Blmenegg am potentiellen Auwald Standort (Foto: Naturschutzanwaltschaft)

Neues Dienstleistungszentrum der Gemeinden Thüringen und Blmenegg am potentiellen Auwald Standort (Foto: Naturschutzanwaltschaft)

Für die Errichtung des Dienstleistungszentrums wurden in Thüringen ca. 7000 m² Wald dauerhaft gerodet. Es handelte sich dabei um einen Mischwald aus Fichte, Bergahorn, Esche, Tanne, Grauerle, Rotföhre, Stieleiche und Salweide. Im Unterwuchs und in der Krautschicht wurden auch typische Auwald-Arten wie Roter Hartriegel, Kratzbeere, Gewöhnlicher Liguster, Gewöhnliche Hasel, Immergrün, Goldnessel und Gewöhnlicher Schneeball festgestellt.
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Stirbt die Esche aus?

Heute hat im Rahmen des Forsttages 2013 des Waldverbandes Vorarlberg im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum Hohenems Univ.- Ass. DI Dr. Thomas Kirisits vom Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz an der Universität für Bodenkultur Wien über das Eschentriebsterben referiert.

Abgestorbener Eschentrieb mit verwelkten Blättern Ende Juli 2011

Abgestorbener Eschentrieb mit verwelkten Blättern Ende Juli 2011; Foto: Abt. Forst (BH Bludenz)

Die Esche (Fraxinus excelsior) ist eine wichtige Baumart der Hartholzau und der dort vorkommenden natürlichen Waldgesellschaft: dem Eichen- Ulmen-Eschen-Auwald. Nach Fichte, Tanne und Buche war die Esche bis jetzt die 4.häufigste Baumart in Vorarlberg. Nun ist diese heimische Baumart stark durch eine wahrscheinlich aus Asien eingeschleppte Krankheit befallen: das Eschentriebsterben.
Das Eschentriebsterben hat sich seit 1992 über Polen nach Mittel- und Westeuropa ausgebreitet. 2010/11 wurden die Krankheitssymptome in Vorarlberg bereits sehr verbreitet beobachtet. Weiterlesen

Winterwanderung am Rheindamm und zu Gast im „Opernhaus Auwald“

Wie genießt man die Sonne am besten? Eine Winterwanderung am Neuen Rhein im Naturschutzgebiet Rheindelta ist jedenfalls ein guter Tipp! Ausgehend vom Parkplatz beim Fkk-Gelände führt eine Rundwanderung an der linken Uferseite des Rheindamms entlang.

Winterliche Idylle im Auwald auf der Sandinsel

Winterliche Idylle im Auwald auf der Sandinsel


Besonders lohnenswert ist ein kurzer Abstecher in die Sandinsel, die jetzt im Winter bis 15.3. betreten werden darf (mit Ausnahme des Schilfröhrichts).
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„Auwald“-Abend in der inatura gut besucht

Die Bregenzerachmündung (Natura 2000 Gebiet) entwickelt sich langsam wieder zu einem natürlichen Delta.

Die Bregenzerachmündung (Natura 2000 Gebiet) entwickelt sich langsam wieder zu einem natürlichen Delta.

Am Dienstag, 27.11.2012 fanden sich ca. 40 Interessierte im „Roten Kino“ der inatura ein. Das Publikum setzte sich sowohl aus Auwald-interessierten Privatpersonen, VertreterInnen der Naturschutzorganisationen sowie der verschiedenen Fachabteilungen des Amtes der Vorarlberger Landesregierung wie Wasserbau, Forstwesen, Naturschutz, Fischerei und Limnologie zusammen. Weiterlesen

Neuer Auwald-Bach in Rankweil

Luttengraben – bestehender Abschnitt

Zur Abwechslung einmal ein sehr erfreuliches Projekt: Die Gemeinde Rankweil möchte einen verrohrten Abschnitt des Luttengrabens in einem Auwaldrest an der Frutz wieder öffnen. Der Graben wird aus Grundwasseraufstößen gespeist und ist derzeit auf eine Länge von 240 Meter verrohrt.
Diese Rohre sollen nun entfernt werden, damit kann ein schöner Bachabschnitt in diesem Auwaldbereich geschaffen bzw. wieder hergestellt werden.

Plattform Auwald bei der Langen Nacht der Museen

Umgegeben von Fotos zu den Auwäldern in Vorarlberg und vom Eisvogel, einem Pirol-Pärchen, einer Ringelnatter, einem Laubfrosch und nicht zu vergessen von der Hauptattraktion des Abends – dem Biber – hat sich die Plattform Auwald am Samstag, 6. Oktober 2012 in der inatura den „nächtlichen Museum-Schwärmern“ präsentiert.

Mit Roll-up, Tier-Präparaten, einer Foto-Diashow und Bastelecke präsentierte sich die Plattform Auwald den Nachtschwärmern; Foto: Anna Pichler

Unseren Infostand durften wir im „Lebensraum Wald“ positionieren – passend zum Thema Auwald. Weiterlesen

Naturfreunde – Präsentation der Broschüre „kids for nature“ zum Thema „Auenlandschaft an der Bregenzerach-Mündung“

Text und Fotos: Günter Grießer, Naturfreunde Vorarlberg

Am Freitag, den 5. Oktober war es endlich soweit, die Broschüre „Kids for Nature“ zum Thema „Auenlandschaft an der Bregenzerach-Mündung“ wurde von Doris Märk, ehrenamtliche Umweltreferentin der Naturfreunde Vorarlberg, sowie einigen Kindern, welche am Projekt aktiv mitgearbeitet haben, der Öffentlichkeit feierlich präsentiert.

Die Kinder bewundern ihre erstmals der Öffentlichkeit ausgestellten Auwald-Bilder; Foto: Naturfreunde Vlbg

Mit dabei zahlreiche, namhafte Vertreter der Naturschutzorganisationen sowie der Naturschutzanwaltschaft. Die Broschüre wurde von Kindern für Kinder gestaltet, sie beschreiben darin die Besonderheiten der Auenlandschaft an der Bregenzerach und machen so Lust auf ein Erleben des europaweit bedeutsamen Naturjuwels. Die ansprechende Biologie-Lehrbroschüre lädt ein die Geräusche der Tiere, die Gerüche nach Wald und Erde, verborgene Tümpel und Altarme, eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt selbst zu erleben. Weiterlesen

Naturschutzbund: „Auenschutz mit Strategie“

 Der Österreichische Naturschutzbund setzt gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten einen Schwerpunkt zum Schutz der Auen. Eine eigene Website informiert über Gefährdungen und gute Beispiele, unter dem Titel „Auenblicke“  findet sich eine Bildergalerie mit schönen Au-Fotos aus ganz Österreich.

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift des Naturschutzbundes („Natur und Land“, Heft 3 – 2012) befasst sich mit dem Thema „Auen (schutz) „. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die noch verbliebenen Auen Österreichs erhalten werden können und gelungene Beispiele für Revitalisierungen und einen Auenschutz mit Strategie vorgestellt.

Als ein solches Vorzeigeprojekt stellt sich auf S. 55 der Ausgabe die Plattform Auwald Vorarlberg, vor.

Hier finden sich die einzelnen Beiträge der Ausgabe.

Radexkursion in die Frutz-Auen – Rankweils grüne Lunge

Bei wunderbarem Herbstwetter erkundeten am 21.09.2012 rund 20 Interessierte bei der Fahrradexkursion der Marktgemeinde Rankweil in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Vorarlberg die Frutzauen.

Mit dem Fahrrad ging es im Auwald flott dahin

Auf spielerische Art vermittelte Mag. Barbara Harder Kindern und Erwachsenen, darunter auch GR Daniela Burgstaller, GR Thomas Krug und Bernhard Nöckel, Agrargemeinschaft Rankweil, spannende Informationen und neue Eindrücke. Weiterlesen

Familienexkursion ins Rheinholz: Von Bäumen mit nassen Füßen

Bei der Familien-Exkursion von Naturschutzbund Vorarlberg und Naturschutzverein Rheindelta am 26.05.2012 erforschten 7 Kinder und 7 Erwachsene das Rheinholz. Der artenreiche Auwald bot den perfekten Ort für eine Veranstaltung in der Woche der Artenvielfalt. Weiterlesen

Videobericht zur Auwaldexkursion in Bregenz

Bei den Veranstaltungen der Umweltwoche waren Jugendreporter mit unterwegs, auch bei der Auwaldexkursion mit Prof. Grabherr. Hier ihr Bericht:

Am Mittwoch, dem 06.06.2012, fand in Bregenz im Rahmen der Umweltwoche 2012 die Auwald-Exkursion statt. Trotz Regen trafen sich ca. 15 Naturinteressierte um 17:00 Uhr am vereinbarten Ausgangspunkt beim Wocherhafen. Weiterlesen