Auwaldstudie im Fernsehen

Interview Markus Grabher Alfenz

Der Autor der Studie, Markus Grabher im ORF-Beitrag

Gestern hat der ORF über die Auwaldstudie des Umweltbüro Grabher berichtet, das im Auftrag des Naturschutzrats die „Wälder an Fließgewässern im Talraum Vorarlbergs“ untersucht hat.
Die Studie ist auf der Seite des Naturschutzrats kostenlos zum Download verfügbar (pdf, 9.2MB), die Kurzstudie von Sylvia Brunner und Anna Pichler von der  Naturschutzanwaltschaft für Vorarlberg kann hier heruntergeladen werden (pdf, 5,3 MB).

Bis Ende 2015 sollen außerdem in einem Folgeprojekt die wichtigen Auwälder außerhalb
des bisherigen Bearbeitungsgebiets erfasst werden.

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Auwaldstudie als Download verfügbar!

Ehemalige Ausbreitung der Auwälder 1827. aus: Auwaldstudie UMG 2014

Ehemalige Ausbreitung der Auwälder 1827.
aus: Auwaldstudie UMG 2014

Nachdem die Grundlagenstudie „Wälder an Fließgewässern im Talraum Vorarlbergs“ (Auwaldstudie), erarbeitet vom UMG Umweltbüro Grabher, über die Sommermonate in den einzelnen Bezirken präsentiert worden ist und Exkursionen dazu stattgefunden haben, steht die Studie nun auf der Homepage des Vorarlberger Naturschutzrates (pdf 9.2 MB) unter der Rubrik Studien und Stellungnahmen als Download zur Verfügung. Die Studie umfasst den Großteil der Vorarlberger Auwälder. Die restlichen 20% entfallen auf die Gebirgsbachauen wie z.B. am Suggadin, an der Meng etc. und werden 2015 erhoben.
Die Studie zeigt auf, dass die Ausdehnung der Auwälder in Vorarlberg in der Vergangenheit stark abgenommen hat. Leider werden nur mehr ca. 1/3 der Auwälder überhaupt überschwemmt. Während die Hartholzauen noch relativ häufig sind, sind die Weichholzauen hingegen sehr selten geworden und haben insgesamt etwa einen gleich großen Flächenanteil wie Föhren-Trockenauen, die von Natur aus selten sind
und nur auf Sonderstandorten stocken. Die Auwaldstudie zeigt aber auch auf, dass es in Vorarlberg noch einige sehr wertvolle Auwaldvorkommen gibt und dass es durch geeignete Maßnahmen möglich wäre Auwälder wieder zu dynamisieren und auch neue Auwälder zu schaffen.

Großer Andrang bei der Auwald Exkursion in Lorüns!

Die Exkursion in die Lorünser Au am 05.09.2014 mit Markus Grabher erlebte einen großen Andrang. Erfreulicherweise fanden sich viele interessierte Montafoner ein. In der Lorünser Au lässt sich der Landschaftswandel und der hohe Nutzungsdruck auf die letzten Auwälder gut exemplarisch zeigen. Darüber einiges erzählt hat uns auch Alt-Bezirkshauptmann von Bludenz und Lorünser Leo Walser.
Wir wanderten auf dem Damm des Retentionsbeckens für den Hochwasserschutz und diskutierten über die vorherrschenden Neophyten im Bereich wie z.B. die Kanadische Goldrute und das Indische Springkraut. Diese nutzen gerade die Rohböden nach derartig großen Bauprojekten und siedeln sich an. Dabei verdrängen sie die typische Flora im Auwald. Hinsichtlich der Verdrängung dieser Arten brachte sich auch die Naturwacht v.a. in Person von Obmann Anton Schneider sehr ein. Sehr idyllisch und lehrbuchmäßig waren die kleinen gut intakten Grauerlenau-Bereiche. Hier ist der Wasserhaushalt noch intakt und auch eine Idee zur Verbesserung der Bedingungen wurde vor Ort bereits aufgeworfen.

Auwald vernetzt

Bei der Präsentation der Auwaldstudie im Heimatmuseeum in Schruns folgte dem Referat eine rege Diskussion. Auwald vernetzt nicht nur Lebensräume für Tiere und Pflanzen sondern auch Natur-Begeisterte!

Auwald im Montafon – Wo?

Status

Kennst du deine Heimat? Oder- Auwald gibt es auch bzw. noch im Montafon? Wo denn?
Markus Grabher hat die Auwälder in den Talräumen Vorarlbergs unter die Lupe genommen und erklärt uns in seinem Referat was an diesen Wäldern so besonderes ist und wo wir sie noch finden können! Interessiert? Dann hin zur nächsten Präsentation der Auwaldstudie in Schruns – diesmal im Rahmen der Septimo 2014 (Montafoner Museen)- und dann zur Exkursion nach Lorüns! Genaue Infos zu Zeit und Ort auf unserer Seite Termine oder im Programm zur Septimo (pdf; S.15 und S.18).

Auwaldreste an der Ill im Bereich Zelfen (linksufrig Gemeinde Tschagguns, rechtsufrig Gemeinde Schruns), Quelle: Schrägluftbild 2009, Land Vorarlberg.

Auwaldreste an der Ill im Bereich Zelfen (linksufrig Gemeinde Tschagguns, rechtsufrig Gemeinde Schruns), Quelle: Schrägluftbild 2009, Land Vorarlberg.

Auwaldkartierung aus der Auwaldstudie für den Bereich Zelfen (UMG 2014). Hellgrün=Eschen-Ulmen-Eichenwald (Hartholzau), hellblau=Grauerlenau (Weichholzau)

Auwaldkartierung aus der Auwaldstudie für den Bereich Zelfen (UMG 2014). Hellgrün=Eschen-Ulmen-Eichenwald (Hartholzau), hellblau=Grauerlenau (Weichholzau)

Exkursion zur Bregenzerachmündung – nicht verpassen!

Kurzmitteilung

Am Freitag, 29.08.2014 führt uns Markus Grabher von 17-19 Uhr zur Bregenzerachmündung in das Natura 2000- und Naturschutzgebiet Mehrerauer Seeufer.

Mündung der Bregenzerach

Die Mündung der Bregenzerach zählt zu den wenigen naturnahen Mündungslandschaften Mitteleuropas

In der Auwaldstudie (UMG 2014) wird die Bregenzerachmündung so beschrieben:

„Durchschnittlich 6.000 m³ Geschiebe und 250.000 m³ Feinstoffe, die die Bregenzerach pro Jahr in den Bodensee schwemmt, sorgen für eine permanente Vorstreckung des Mündungskegels in den Bodensee und damit auch für die Entwicklung neuer Auwaldflächen. Darüber hinaus kommen heute alle Sukzessionsstadien einer naturnahen Flussmündung wieder vor – von offenen Kies- und Sandflächen über unterschiedliche Röhrichtgesellschaften und Weichholzauen bis zu Hartholzauen. Inzwischen hat die ökologische Situation an der dynamischen und großflächigen Bregenzerachmündung internationale Bedeutung erlangt.“

Treffpunkt ist am Wocherhafen in Bregenz (rechtsufrig der Bregenzerach):
Wocherhafen Bregenz

Auf in die inatura zum Auwald-Vortrag am 27.8.14!

Silberweidenau am Bodensee Foto: Hanno Thurnher

Silberweidenau am Bodensee Foto: Hanno Thurnher

Am Mittwoch, 27. August findet um 19 Uhr in der inatura in Dornbirn ein Vortrag mit Mag. Markus Grabher vom UMG Umweltbüro Grabher zum Thema „Auwälder in Vorarlberg. Ein Lebensraum im Wandel.“ Zudem werden die Ergebnisse der Grundlagenstudie „Wälder an Fließgewässern im Talraum Vorarlbergs“ (Auwaldstudie) vorgestellt.

Wusstest du, dass der Auwald einer der artenreichsten Lebensräume ist? Dass er sich z.B. in unterschiedliche Waldtypen unterscheiden lässt? Weiterlesen

Auwälder am Bodensee

Mündung der Bregenzerach

Die Mündung der Bregenzerach zählt zu den wenigen naturnahen Mündungslandschaften Mitteleuropas

Silberweidenau

Überschwemmte Silberweidenau mit vorgelagertem Röhrichtgürtel

Seitenarm Bregenzerach

An der Bregenzerachmündung hat sich seit Einstellung der Kiesbaggerungen ein Mündungsdelta mit mehreren Seitenarmen entwickelt

Überschwemmte Silberweide

Am Bodensee stehen Silberweiden (Salix alba) in manchen Jahren bis zu acht Monaten oder länger im Wasser

Großflächig überschwemmte Auwälder sind in Vorarlberg praktisch nur noch am Bodensee erhalten. Hier schaffen Rhein und Bregenzerach mit ihrer Sedimentfracht ständig für neue Landflächen, auf denen sich Weichholzauen entwickeln. Wichtigster Baum ist die Silberweide („Felben“, Weißweide), die in Extremjahren bis zu acht Monaten oder länger im Wasser steht. Keine andere heimische Baumart erträgt so lange Überschwemmungen.

„Auwald“-Abend in der inatura gut besucht

Die Bregenzerachmündung (Natura 2000 Gebiet) entwickelt sich langsam wieder zu einem natürlichen Delta.

Die Bregenzerachmündung (Natura 2000 Gebiet) entwickelt sich langsam wieder zu einem natürlichen Delta.

Am Dienstag, 27.11.2012 fanden sich ca. 40 Interessierte im „Roten Kino“ der inatura ein. Das Publikum setzte sich sowohl aus Auwald-interessierten Privatpersonen, VertreterInnen der Naturschutzorganisationen sowie der verschiedenen Fachabteilungen des Amtes der Vorarlberger Landesregierung wie Wasserbau, Forstwesen, Naturschutz, Fischerei und Limnologie zusammen. Weiterlesen

Von den Donauauen bis zu den Auwäldern in Vorarlberg – Film und Vortrag

Das Rheinholz – einer von Vorarlbergs letzten „richtigen“ Auwäldern – unter Wasser
Foto: Naturschutzhaus Rheindelta

Mit der Veranstaltung „Von den Donauauen bis zu den Auwäldern in Vorarlberg“ am 27.11.2012 um 19 Uhr in der inatura Dornbirn richtet sich die Plattform Auwald Vorarlberg an ein breites Publikum.
Mit dem Universum Film „Wildnis am Strom“ erfahren wir über die Funktionen, den Wert und die natürliche Dynamik der Auwälder. Anschließend wird Mag. Markus Grabher unsere verbliebenden Vorarlberger Auwälder in einem Kurzreferat beleuchten.

Ein Abend für einen Hot Spot der Biodiversität in ganz Mitteleuropa – den Lebensraum Auwald.