„Rhein raus“

Die geplanten Aufweitungen wären auch eine der wenigen Chancen für neuen, naturnahen Auwald im Rheintal.

Naturschutzanwaltschaft Vorarlberg

Visualisierung+Frutzmündung+bei+Oberriet_Feldkirch_copyright_IRR_&_Hydra_Institute_mittel Visualisierung der renaturierten Frutzmündung – (c) IRR & Hydra Institute

Das Hochwasser-Schutzprojekt Rhesi scheint immer noch in den Startlöchern zu stehen, obwohl es für die Sicherheit und Ökologie im Rheintal eine große Chance wäre. Widerstände kommen vor allem aus der Landwirtschaft und von den  Nutzern einiger Gurndwasserbrunnen.

Die Umweltplattform Lebendiger Alpenrhein hat deshalb die Web-Initiative „Rhein raus!“ gestartet. Auf der Website www.rheinraus.info kann man sich für eine naturnahe Rhesi-Variante mit großzügigen Aufweitungen einsetzen.

Verbesserungen für den Hochwasserabfluss sind dringend notwendig. Derzeit ist der Alpenrhein für einen Abfluss von 3’100 m3/s ausgebaut. Bei einem Hochwasserereignis mit einem höheren Abfluss könnte es zu Dammbrüchen kommen, wie die interaktive Visualisierung auf www.rhesi.org zeigt.

Durch Aufweitungen innerhalb von Außendämmen kann die Abflusskapazität und damit die Hochwassersicherheit erhöht werden. Gleichzeitig entstünde eine vielfältige, artenreiche Flusslandschaft, in der die Rheintaler Bevölkerung die Natur erleben und sich erholen könnte. Trotz dieser großartigen Chance bläst dem Projekt v.a…

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Besuch in den Mastrilser Auen

Der Flussabschnitt bei Mastrils in Landquart (Karte) ist der letzte Abschnitt am Alpenrhein, wo noch etwas Platz für eine naturnahe Au ist – mit Überschwemmungen, Kies- und Sandbänken, Auwald und einer unverbauten Bachmündung. Um den Vorarlbergern zu zeigen, wie so etwas aussehen könnte, hat die Plattform Lebendiger Alpenrhein auch heuer in Zusammenarbeit mit der inatura zu einer Exkursion eingeladen.

Trotz der nassen Wetteraussichten war der Bus voll besetzt, eine große Gruppe unter der fachkundigen Leitung von Monika Gstöhl, Geschäftsführerin der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz, bewunderte die Vielfalt der Lebensräume in der Au und erfuhr viel Interessantes über Tiere und Pflanzen, von der seltenen Tamariske bis zur Rückkehr von Bibern und Wölfen. Mit von der Partie waren die beiden Rheinbauleiter aus der Schweiz und Vorarlberg, die anschließend im Museum Rheinschauen das Hochwasserschutzprojekt Rhesi vorstellten und in einer offenen und angeregten Diskussion Rede und Antwort standen.

Für die Teilnehmer stand außer Frage, dass „Rhesi“ tatsächlich eine Jahrhundertchance bietet – sie muss nur noch richtig genutzt werden!

Mehr Bilder aus dieser schönen Gegend finden sich im letztjährigen Exkursionsbericht.

Rhesi: Zwei Drittel für naturnahen Hochwasserschutz | Naturschutzanwaltschaft Vorarlberg

So könnte die AUfweitung an der Frutzmündung aussehen  Fotomontage: Peter Rey, hydra-institut

So könnte die Aufweitung an der Frutzmündung aussehen Fotomontage: Peter Rey, hydra-institute

Das hätte auch ein Riesen-Potential für neue Aulandschaften:
Rhesi: Zwei Drittel für naturnahen Hochwasserschutz | Naturschutzanwaltschaft Vorarlberg.

Exkursion in die Mastrilser Auen

Galerie

Diese Galerie enthält 42 Fotos.

Einen wunderschönen und sehr informativen Tag verbrachten wir am Samstag den 5. April 2014 mit Exkursionsleiterin Monika Gstähl in den Mastrilser Auen bei Untervaz (Schweiz). Diese letzte naturnahe Auenlandschaft am Alpenrhein begeistert und macht Lust auf mehr! Wir erleben und … Weiterlesen

Rhesi – Die große Chance

Alpenrhein heute (links) und vielleicht nach Rhesi morgen (rechts)
Bilder: http://www.lebendigerrhein.org

Basierend auf dem Entwicklungskonzept Alpenrhein aus dem Jahr 2005 wurde 2011 mit den Planungen für den hochwassersicheren Ausbau des Alpenrheins begonnen. Das Projekt mit einer Länge von 26 km grenzübergreifend zwischen Schweiz und Österreich wird mit Rhesi abgekürzt – für „Rhein Erholung Sicherheit“.

Derzeit werden verschiedene Varianten geprüft, von Dammerhöhung bis zur völligen Aufweitung des Gerinnes – grundsätzlich aber immer innerhalb der bestehenden Außendämme. An einigen Stellen wären zusätzliche Aufweitungen möglich, z.B. Dammabrückung bei der Frutzmündung. Weiterlesen