Was ist Auwald?

Der Auwald ist ein Wald, der in Überschwemmungsgebieten von Bächen oder Flüssen und auch in Gebieten mit hohem Grundwasserstand zu finden ist.

Durch die Dynamik und Kraft des Wassers werden vielfältige Lebensbedingungen für viele verschiedene Pflanzen und Tiere geschaffen. Somit zählen Auwälder zu den artenreichsten Lebensgemeinschaften in Mitteleuropa. Sie sind das europäische Gegenstück zu den tropischen Regenwäldern.

Auwald am Alten Rhein in Hohenems

Auwald ist nur ein Teil des Überflutungsbereiches eines natürlichen Fließgewässers. Der gesamte Überflutungsbereich wird als Au oder Aue bezeichnet. Je nach Überflutungshäufigkeit, Wasserhöhe, mechanischer Störung wie Geschiebeauflandungen etc. werden Standorte zerstört und geschaffen. Diese Prozesse bestimmen das Standortalter und das Alter der aufkommenden Vegetation.

Ausgehend vom Gewässerufer kann man die Au in drei Zonen unterteilen: die gehölzfreie Au, die Weichholzau und die Hartholzau.

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Querschnitt durch eine mitteleuropäische Au

 Weichholzauen befinden sich unmittelbar entlang von unregulierten Flüssen. Ihre Entstehung ist eng an die natürliche Dynamik der Flüsse gebunden. Vor allem sind Weiden und Grauerlen auf den neu entstandenen Sand- und Kiesbänken zu finden. Sie wachsen sehr schnell und bilden daher ein (für menschlichen Gebrauch weniger wertvolles) Weichholz, das diesem Auentyp den Namen gibt. Weitere typische Arten sind Pappeln und Schwarzerlen. Letztere können eine Überflutung von fast 200 Tagen ertragen.

Die vorkommenden Waldgesellschaften werden nach der dominierenden Baumart benannt z.B. Silberweiden-Au oder Grauerlen-Au.

Vielen Weichholzauen fehlt heute die Flussdynamik, da die Flüsse weitgehend reguliert wurden. Daher entwickeln sich die Weichholzauen mit der Zeit zu Hartholzauen, neue Bestände entstehen kaum noch.

Hartholzauen sind durch kürzere Überflutungszeiten und reifere Böden gekennzeichnet. Typisch für diesen Auentyp sind langsam wachsende Harthölzer wie z.B. Esche, Bergulme, Stieleiche, Bergahorn, Spitzahorn, Winterlinde und Grauerle. In der Strauchschicht wachsen u.a. Weißdorn, Schlehe und Hartriegel. An trockeneren Standorten können Nadelbäume wie Weißkiefer und Fichte dazukommen.

Die typische Waldgesellschaft der Hartholzau ist der Eichen-Ulmen-Eschen- Auwald.

Die meisten verbliebenen Hartholz-Auwälder werden heute nicht mehr regelmäßig überschwemmt und haben bestenfalls noch Anschluss ans Grundwasser.

Weitere allgemeine Informationen zum Auwald finden Sie u.a. bei Wikipedia. Mehr zu den Auwäldern in Vorarlberg finden Sie auf der nächsten Seite.

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33 Gedanken zu „Was ist Auwald?

  1. Diese Seite hat mir in meinem Referat extremst weitergeholfen…DANKE!!!!! …Nicht, ihr seid eigentlich voll miefig

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