Fachexkursion in die Frastanzer Au

Am 22. April lud der Vorarlberger Naturschutzrat zu einer Fachexkursion in die Frastanzer Au. Die Exkursion wurde von Mag. Andreas Beiser geleitet. Das Fachpublikum setzte sich aus Vertretern der Abteilungen Umweltschutz, Gewässerschutz, Forstwesen und Raumplanung des Landes Vorarlberg zusammen. Auch die Waldaufseher für Ludesch und Nenzing, deren Waldaufsichtsgebiete Auwaldflächen beeinhalten, waren bei der Exkursion dabei. Interessiert waren auch Vertreter der Jagd, der Gemeinde Frastanz und der Naturschutzanwaltschaft.

Exkursionsleiter Andreas Beiser schärfte den Blick für die Schätze (z.B. Süßwasserpolypen) der Gießen.

Exkursionsleiter Andreas Beiser schärfte den Blick für die Schätze (z.B. Süßwasserpolypen) der Gießen.

An der Fachexkursion nahmen Fachleute aus den verschiedensten Bereichen teil. Der Talboden des vorderen Walgaus zeichnet sich durch sehr komplexe hydro­logische Verhältnisse aus, die sich aus der Wechselwirkung des Grundwasser­körpers und der Ill ergeben. Die Frastanzer Au ist einer der wenigen Orte an denen dieses Phänomen trotz starker Grundwasserabsenkung noch zu beobachten ist. Ein typisches Element der Frastanzer Au sind die Grundwassergießen- wie der Name schon sagt- rein vom Grundwasser gespeist. Die enge Verflechtung der von Grundwasserquellen gespeisten Giessbäche, von Auwaldresten und Überbleibseln der einst bedeutenden Auen- und Streuewiesen bewirken einen hohen Artenreichtum.

Ein typisches Element der Frastanzer Au sind die Grundwassergießen- wie der Name schon sagt. rein vom Grundwasser gespeist.

Ein typisches Element der Frastanzer Au sind die Grundwassergießen- wie der Name schon sagt. rein vom Grundwasser gespeist.

Die Auwälder selbst sind großteils durch Austrocknung geprägte Bestände der Hartholzaue und ehemaliger Grauerlenwälder. Ihr stellenweise recht naturnaher Charakter steht in eigentümlichem Kontrast zu den unmittelbar angrenzenden Siedlungs-, Gewerbe- und Freizeit­gebieten, sowie landwirtschaftlichen Intensivflächen.

Die Exkursion in die Frastanzer Au eignete sich auch hervorragend dazu, die Vielfalt und biologischen Werte der Vorarlberger Auenlandschaften, aber auch deren Be­einträchtigung und Bedrohung zu thematisieren.
Autor: Anna Pichler mit Textauszügen aus dem Exkursionprogramm von Mag. Andreas Beiser

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